Tarifvertrag lehrer baden württemberg

Faktoren, die in Anwendungen allgemein relevant sind, zählen auch im Bildungssystem: Berufserfahrung, Motivation, Stärken und Kontakte. Die vom Staat beschäftigten Lehrer stehen bei der Auswahl von Beförderungen in der Regel mit leeren Händen da, da Neben berlin und Sachsen, wo Nachwuchslehrer nicht mehr als Beamte eingestellt werden, in der Regel Funktions- und Führungspositionen für Beamte reserviert sind. Lehrer fallen je nach Schultyp in Gehaltsgruppen, unabhängig davon, ob sie in einer staatlichen oder privaten Schule und ihrem Fachgebiet arbeiten. Lehrer an staatlichen Schulen werden in “Lohnstufen A12 bis A16” eingeteilt, da die überwiegende Mehrheit der Lehrer in Deutschland an staatlichen Schulen beschäftigt ist, basieren die meisten Verdienstzahlen auf diesen “Lohnnoten”. Wer an einer Schule beschäftigt ist, kann sein Gehalt jedoch in den “Lohnbändern” im Tarifvertrag der Bundesländer (mit unterschiedlichen Regelungen in Berlin und Hessen) überprüfen. Wie bei Grundschullehrern wird auch die Mehrheit der Lehrer an weiterführenden Schulen in die Gehaltsgruppe A12 eingeteilt. Lehrer an weiterführenden Schulen sind oft mit schwierigen Unterrichtssituationen konfrontiert. Auch ihre Aufstiegsmöglichkeiten sind begrenzt, da es an den weiterführenden Schulen weniger Management- und Koordinationsstellen gibt. Anders sieht es bei den Berufsschullehrern aus: Sie gehören in der Regel der Gehaltsgruppe A13 an und haben tendenziell mehr Chancen, eine Führungsposition zu übernehmen und damit mehr Geld zu verdienen. Verbände und Gewerkschaften arbeiten daher daran, die Gehälter der Lehrer an allen Schularten in A13 zusammenzuführen. In Schleswig-Holstein haben sie bereits erste Fortschritte gemacht: Bewirbt sich ein Gymnasiallehrer in Nordrhein-Westfalen um eine Arbeit, werden sie in die Gehaltsgruppe A12 eingeteilt. In Schleswig-Holstein würden sie jedoch in der Gehaltsgruppe A13 liegen.

Ein Lehrer, der an einer staatlichen Sekundarschule in Kiel in den Beruf einsteigt, verdient 3.806 Euro im Monat, in Düsseldorf 3.459 Euro. Die Klassifizierung und damit die Verdienste der Grund- und Sekundarschullehrer sind in jedem Bundesland unterschiedlich. In der deutschen Metall- und Elektroindustrie ist am Dienstag in den frühen Morgenstunden eine Lohneinigung erzielt worden. Eines der wenigen ähnlichen Merkmale der Gehaltsstrukturen in den einzelnen Bundesländern ist die Einstufung von Sekundarschullehrern in A13. Gymnasiallehrer sind die Bestverdiener unter den staatlichen Lehrern. Ihre Karriereleiter bietet auch mehr Aufstiegsmöglichkeiten als andere Schularten, da Gymnasien in der Regel mehr Personal für Koordinations- und Organisationsaufgaben benötigen.